Wirtschaft und Arbeit

Eine starke, wettbewerbsfähige Wirtschaft fördert Arbeitsplätze und Wohlstand für alle in der Region.

Nicht nur der Landkreis Aurich, sondern ganz Ostfriesland steht in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen. Wir dürfen die Umstellung des Emder Volkswagenwerkes auf E-Mobilität oder die veränderten Rahmenbedingungen im Bereich der erneuerbaren Energien nicht beklagen, sondern müssen sie als Chance begreifen und positiv begleiten. Gemeinsam mit der kreisfreien Stadt Emden, den umliegenden Landkreisen sowie den kreisangehörigen Städten und Gemeinden müssen wir uns auf den Weg machen und Ostfriesland zu einer Vorzeigeregion für E-Mobilität, erneuerbare Energien und intelligente Netze entwickeln. Damit werden neue und zukunftsfähige Arbeitsplätze entstehen.

Rückgrat der ostfriesischen Wirtschaft sind die vielen klein- und mittelständischen Familienunternehmen, Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe, die den Großteil der heimischen Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. Diese Unternehmen benötigen vor allem schnelle Entscheidungen, um handlungsfähig, innovativ und im Wettbewerb bestehen zu können.

Wir brauchen daher gute Rahmenbedingungen und wirtschaftsfreundliches Handeln, damit unsere Unternehmen und Betriebe auch zukünftig Garanten für gute Beschäftigung sind.

Dafür setze ich mich ein:

Der Landkreis Aurich muss gemeinsam mit den Kammern, den Kommunen, den Nachbarlandkreisen und den hiesigen Landes- und Bundestagsabgeordneten mehr Druck in Hannover, Berlin und Brüssel machen, damit ostfriesische Interessen dort mehr Gehör finden.

Wir müssen im Gespräch bleiben. Daher möchte in Zukunft beispielsweise Unternehmen, Kammern, Gewerkschaften, Banken, Landes- und Bundespolitik sowie Kommunen zu regelmäßigen Wirtschaftsdialogen einladen.

Gewerbeflächen sind heute knapp. Der Landkreis muss die kreisangehörigen Städte und Gemeinden aktiv bei der bedarfsgerechten Ausweisung von Gewerbeflächen unterstützen.

Bei fast jeder unternehmerischen Investitionsentscheidung ist das Bauamt als Genehmigungsbehörde an entscheidender Stelle mit dabei. Wir brauchen endlich deutlich zügigere Genehmigungsverfahren und den Abbau von unnötigen bürokratischen Hemmnissen.

Der Landkreis Aurich hinkt in der digitalen Infrastruktur den umliegenden Landkreisen deutlich hinterher. Diesen Rückstand gilt es so schnell wie möglich aufzuholen. Entsprechend des Masterplans „Digitalisierung“ des Landes Niedersachsen ist das Ziel, alle Gewerbegebiete und Bildungseinrichtungen bis 2021 an das Glasfasernetz anzubinden.

Wir dürfen den Onlinehandel nicht beklagen oder ablehnen, sondern müssen die sich daraus ergebenen Möglichkeiten für uns nutzen. Im Rahmen eines Modellprojekts soll mit ausgewählten Kommunen ein regionaler Online-Marktplatz zur Stärkung des lokalen Einzelhandels und als Plattform für die Vermarktung regionaler Produkte aufgebaut werden.

Wirtschaftliche Entwicklung braucht eine gute Infrastruktur und verkehrliche Anbindung. Daher: Ja zur B210n und zum Ausbau des ÖPNV!

Die demografische Entwicklung wird den Fachkräftemangel in Zukunft verstärken. Wir müssen die vorhandenen Fachkräfteinitiativen besser unterstützen und familiengerechte und flexible Konzepte für attraktive Arbeitsbedingungen auf den Weg bringen.

Die Volkshochschulen und das Jobcenter leisten bei der beruflichen Integration gute Arbeit. Das Ziel ist und bleibt, für jeden ein Arbeitsplatzangebot auf dem ersten Arbeitsmarkt und für jeden jungen Menschen einen Ausbildungsplatz. Niemand darf auf der Strecke bleiben.