Umweltschutz

Klimaschutz, Natur und Umwelt

Wir haben nur einen Planeten! Die Reduzierung des CO2-Ausstoßes und der Schutz von Umwelt und Natur müssen im Landkreis Aurich mehr an Bedeutung bekommen. Genauso wie bei jeder Entscheidung die Auswirkung auf die Finanzen geprüft wird, muss auch geprüft werden, welche ökologischen Auswirkungen diese Entscheidung hat und wie diese Auswirkungen zu minimieren oder auszugleichen sind.

Schwerpunkte müssen in den kommenden Jahren unter anderem sein:

1 Wir brauchen endlich ein Klimaschutzkonzept für den gesamten Landkreis. Wir müssen uns beim CO2-Ausstoß ein jährliches Reduzierungsziel setzen. Wir müssen den Verbrauch von fossilen Energien in unseren Bestandsimmobilien reduzieren und neue Gebäude unabhängig hiervon machen. Sofern noch nicht geschehen, ist umgehend auf grünen Strom umzustellen.

2 Wir müssen den ÖPNV ausbauen. Auf den Hauptlinien müssen die Takte verdichtet werden und die Gemeinden, die noch schlecht angeschlossen sind (Großheide zum Beispiel oder Ihlow) müssen in den Taktverkehr integriert werden. Die Einrichtung von Bürgerbussen ist zu unterstützen. Das Projekt „Wunderlinie“, also den Ausbau der Bahnstrecke Groningen – Oldenburg, ist mit noch mehr Dampf voranzutreiben. Die „Wunderlinie“ verbessert die Bahnanbindung des Landkreises. Wir müssen auch darüber nachdenken, wo wir Elektro- oder Wasserstoffbusse einsetzen können. Das reicht aber nicht. Wir brachen zusätzlich eine Imagekampagne für den ÖPNV, um mehr Bürger davon zu überzeugen, den Bus zu nutzen.

3 Wir müssen überprüfen, ob unsere Form des Naturschutzes erfolgreich ist. Es gibt alarmierende Anzeichen dafür, dass Bodenbrüter gerade in Naturschutzgebieten keinen Lebensraum mehr finden, obwohl diese Gebiete für sie geschaffen wurden. Wir müssen mit den Landwirten reden, ob wir nicht statt großflächig Gebiete unter Schutz zu stellen, kleinräumiger arbeiten können. Allem Anschein ist das der Weg zu einer größeren Artenvielfalt. Wir brauchen eine Abwechslung von intensiv genutzten Flächen, beweideten Flächen, weniger stark gedüngten Flächen, später gemähten Flächen, Sommer- und Wintergetreide, Blühstreifen und unberührten Flächen.

4 Wir brauchen mehr Transparenz bei gezahlten Ersatzgeldern für Kompensation. Wir müssen prüfen, ob ein Fonds eingerichtet werden kann, der über die Verwendung der Mittel entscheidet. In diesem Gremium sollten neben dem Landkreis auch die Umweltverbände und der Landwirtschaftliche Hauptverein vertreten sein. Miteinander statt übereinander reden muss die Botschaft lauten!

5 Das Projekt enera bedarf aller Unterstützung. Wenn wir das Netz intelligent machen, können wir den regenerativen Strom, der bei uns erzeugt wird, bei uns vor Ort besser zu nutzen. Gelingt das, müssen weniger Wind- und Solarparks abgeregelt werden.

6 In den kommenden Jahren wird die Erzeugung von Wasserstoff und Gas aus Wasserstoff mit Hilfe regenerativen Stroms immer mehr an Bedeutung gewinnen. Das sollten wir frühzeitig fördern und dabei auch an die Gaskavernen in Ostfriesland denken, um den Wasserstoff oder das daraus erzeugte Gas zu speichern.