Bildung: Schulen & Kitas

Für ein vielfältiges Schulangebot, ortsnahe Kitas und ortsnahe Grundschulen

Kluge Entscheidung
Es war eine der klügsten Entscheidungen, dass der Landkreis in den 70er Jahren den Gemeinden die Zuständigkeit für die Kindergärten und für die Schulen bis zur zehnten Klasse übertrug. Der Landkreis blieb zuständig für die Gymnasien in den Mittelzentren, das Berufsbildende Schulwesen und später auch für die erste, gemeindeübergreifende Gesamtschule in Aurich. Außerdem behielt er über den Schulentwicklungsplan Gestaltungsmöglichkeiten.

Das war der Startschuss für die Entwicklung einer ausgesprochen vielfältigen, ortsnahen Schullandschaft mit gut ausgestatteten Schulen. Von der richtigen Entscheidung damals profitieren die Bürgerinnen und Bürger noch heute. In Landkreisen, die die Schulträgerschaft behielten, haben sie weniger Wahlmöglichkeiten und die Kinder müssen längere Wege zurücklegen.

Es gibt überhaupt keinen Grund, diesen Weg zu verlassen. Landkreis und Gemeinden müssen sich weiterhin gemeinsam für eine stetige Verbesserung des Bildungsangebotes einsetzen. Das ist in den vergangenen Jahren deutlich komplizierter geworden:

Kitas
Die Bedeutung der vorschulischen Bildung hat sich vollkommen verwandelt: Es gibt einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz, die Nachfrage nach Krippenplätzen steigt und die Kitas sind heute Bildungseinrichtungen mit einer großen Verantwortung für die frühe Entwicklung der Kinder. Aufgabe des Landkreises und der Gemeinden ist es, den Wünschen der Eltern nach Betreuung ihrer Kinder und der damit verbundenen Verantwortung gerecht zu werden. Dazu wird der Landkreis einen größeren Teil der finanziellen Lasten als bisher schultern müssen.

Allgemeinbildenden Schulen
Und die Weiterentwicklung des schulischen Angebotes ist komplizierter geworden, weil einerseits die Schülerzahlen deutlich zurückgegangen sind und anderseits immer mehr SchülerInnen eine Oberstufe besuchen. Die Erfahrung zeigt, dass Kooperationen von Schulen über Gemeindegrenzen hinweg die richtige Reaktion auf diese Entwicklung sind.

Berufsbildenden Schulen
Hohe Summen hat der Landkreis in den vergangenen Jahrzehnten in das Berufsbildende Schulwesen investiert. Das Berufsbildende Schulwesen ist das Rückgrat der heimischen Wirtschaft. Auch seine Entwicklung ist von der Entwicklung der Schülerzahlen abhängig – und von der Entstehung neuer Ausbildungsberufe. Ob der Landkreis diese Veränderungen alleine meistern kann, ist im Einzelfall zu prüfen. Kooperationen mit anderen Landkreisen bieten sich an, um Doppelangebote, die hier wie dort nur halbe Klassen füllen, zu vermeiden.

Lehrerversorgung
Genau beobachten müssen wir, ob es uns gelingt, die Lehrerversorgung sicherzustellen. Bewerben sich nicht genügend Pädagogen auf freie Stellen im Landkreis und sorgt das Land, das ja für die Lehrerversorgung zuständig ist, nicht für einen Ausgleich zwischen Städten und ländlichen Regionen, dann müssen wir uns Angebote überlegen, die uns besonders attraktiv machen.

Dafür setze ich mich ein:

Betreuung unserer Kinder in den Kindertagesstätten bleibt in der Zuständigkeit der Städte und Gemeinden

Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch flexiblere Betreuungszeiten

Überprüfung der Arbeitsbedingungen der Tagesmütter

Digitalisierung der Schulen